BALANCE - Dr. Alexandra Bischoff info@balance-bischoff.de

Coaching für den Hütehund in mir oder Manchmal ist tatsächlich der Weg das Ziel

Innere Stimmen zu erforschen, ihnen zuzuhören, sich von ihnen unterstützen zu lassen und sie selbststärkend lauter oder leiser werden zu lassen, ist eine wunderbare Coachingmethode. Auch zum Selbstcoaching ist der Ansatz prima geeignet. Du kennst vielleicht meine Empfehlung, Dir ein motivierendes inneres Inspirationsteam einzuladen und bei schwierigen Arbeitssitationen Dein inneres Beraterteam um Rat zu fragen.

Diese Selbstcoachingmethode konnte ich gerade sehr gut brauchen: Mich trieb es eine Zeitlang ziemlich um, welches BALANCE-Projekt ich als nächstes angehe und worauf ich meine Aufmerksamkeit fokussiere, also wohin ich meine Energie fließen lasse. Endlich meinen schon lange angepeilten Online-Selbstlernkurs? Wenn ja, in welchem Umfang, mit welchen Methoden/Medien und zu welchem konkreten Thema? Oder doch mein drittes Buch? Ich schwankte immer wieder hin und her, war also gar nicht in meiner Balance.

Gleichzeitig bin ich seit September 2016, als alles Nötige für mein zweites Buch und den Tischaufsteller getan war, damit beschäftigt, neue kreative Methoden auszuprobieren. Du hast ja vielleicht schon mitbekommen, dass ich viel mit Handlettering experimentiere und nun sogar schon zwei kleine BALANCE-Videos erstellt habe. Das macht mir riesig Spaß!

Das fühlte sich aber so “zweckfrei” an – ich hatte kein ZIEL. Mein innerer Kritiker meckerte rum, dass ich sooo wohl absehbar nix produziere und es Zeit werde, endlich festzulegen, woraufhin ich in welchem Zeitplan mit welchen Methoden arbeite. Mein Perfektionismusantreiber  fand auch, so könne ich nicht vorgehen; das sei unprofessionell. Na danke. Ich kann mich aber noch nicht entscheiden, was ich als nächstes angehe – so weit bin ich noch nicht! Hilfe!

Wie konnte ich also dieses Problem lösen, um zufrieden und gelassen mein Ziel zu suchen?
In einer fruchtbaren Selbstcoachingsitzung fand ich heraus, dass es da noch eine andere wichtige Stimme gibt: den “australischen Springcollie” in mir.

Was das sein soll? Seit einer “Wetten-dass”-Sendung vor vielen Jahren, in der ein toller Hund viele Spielsachen auf Zuruf apportieren konnte, nennen wir in unserer Familie eifrige wuselige einsatzbereite Wesen so. Es handelte sich um einen Border Collie oder Australian Shepherd. Diese Hütehunde brauchen eine AUFGABE, die sie gut erfüllen können.

Mein innerer Hütehund will nicht nur spielen! Er ist auch gar nicht glücklich damit, wenn ihm gesagt wird, er solle sich jetzt mal eine Zeitlang ausruhen. Er will einen Auftrag, der ihn ausfüllt. Daher habe ich ihm die Parole ausgegeben, jetzt sei “Lernen und Experimentieren” angesagt! Auch der Kritiker und der Perfektionismusantreiber können gut damit leben.
Es hat funktioniert: Nun genieße ich mein Rumprobieren viel mehr und bin sicher, mein nächstes Projekt wird sich beim Tun erschließen. Es kann noch dauern, aber es wird sich klären.
In diesem Fall ist also tatsächlich mal “der Weg das Ziel”.

Übrigens: Dieser Aufsatz ist Teil meines dritten Buchs “Wechsle mal die Brille! Impulse und Methoden zur Selbststärkung im Alltag”, das im Oktober 2018 erschienen ist.

 

Und jetzt Du: Hast Du ähnliche Erfahrungen, wie Du über Deine inneren Stimmen zu mehr Gelassenheit kommen konntest?

Weitersagen macht Freude!

4 Kommentare

  1. AvatarPetra

    Liebe Sandra,
    ist das nicht ein Geschenk, so einen lebhaften, lernbegierigen Wauwi in sich zu spüren? Wenn ich an ihn denke, höre ich ihn fast hecheln vor gespannter Ewartung, was Neues zweckfrei einfach ausprobieren zu dürfen. Eine prima Idee von Dir, ihm dieses Stück Freiheit zu geben.
    Ein paar Extra-Streicheleinheiten von mir an ihn!
    Liebe Grüße
    Petra

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    1. SandraSandra (Beitrag Autor)

      Liebe Petra,

      ah, da schreibt wohl eine Hundeliebhaberin und -kennerin? Danke für’s positive Feedback! Die Extra-Streicheleinheiten habe ich gerne weitergegeben, sie wurden freudig aufgenommen.

      Herzliche Grüße vom lernbegierig-experimentierfreudigen Wauwi und von
      Sandra

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  2. AvatarSandra Reekers

    Der innere Hütehund – was für ein tolles Bild liebe Namensvetterin. Ich glaube, so einen hab ich auch in mir. Meiner ist wohl eine Mischung aus Border Collie, Australien Shepherd und ziemlich gefräßigem Labbi, der nicht genug bekommen kann. Und wenn er nicht genug zu tun bekommt, fängt er auch schon mal vor lauter Langeweile an, die ganze Bude auseinander zu nehmen. Da ist es gut, wenn ich ihn ausreichend beschäftige, sonst geht alles im Chaos unter und es fliegen die Fetzen.
    Ein tolles inneres Bild! Das wird mich sicher noch eine ganze Weile begleiten

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    1. SandraSandra (Beitrag Autor)

      Das freut mich riesig, liebe Sandra!

      In letzter Zeit hatte ich die Freude mitzubekommen, wie sehr Du im kreativen Flow warst/bist und offenbar Deinem Aktivhund die richtigen Aufgaben gegeben hast. Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie er die Bude auseinandernehmen würde … Deinem brauchst Du wahrscheinlich auch nicht zu sagen, er soll sich mal gepflegt ausruhen.

      Liebe Grüße und keep on creating
      Sandra

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