BALANCE - Dr. Alexandra Bischoff info@balance-bischoff.de

Merk-würdige Zeit: Was wirst Du behalten? Zwei Übungen zur Selbststärkung während “Corona”

Selbst wenn Du nicht zu den Menschen gehörst, deren Leben derzeit komplett durchgeschüttelt ist, und die sich mit massiven Einschränkungen und existenziellen Ängsten auseinandersetzen müssen – selbst dann hat sich durch “Corona” für Dich bestimmt viel geändert. Du machst Dir Sorgen, bekommst zumindest bei anderen und in den Nachrichten mit, wie gefährlich die Folgen des Virus’ gesundheitlich, wirtschaftlich und gesellschaftspolitisch sind. Was kannst Du nun tun, um Dich wieder in innere Balance zu bringen? (Tipp: Hier habe ich zwei mutmachende Texte für Dich.)

Du weißt bestimmt, dass ich zur Selbststärkung immer dazu anrege (und es auch selbst praktiziere), den Dingen und Ereignissen irgendetwas Positives abzugewinnen. Sehr hilfreich finde ich dafür die Technik, die ich “Das Emmentaler-Prinzip” getauft habe. Sie hilft, den Blick weg von dem, was fehlt oder nicht funktioniert, auf das zu verschieben, was DA ist.

Dazu hier eine kleine Übung für Dich: Probier’s mal aus, am besten schriftlich, und setze die für Dich persönlich passenden Wörter ein. Die in den Klammern sind Vorschläge von mir, für Dich heißen die Sätze bestimmt ganz anders:

“Ja, derzeit ist mein Leben … (komplett aus den Fugen, superstressig,  unangenehm langweilig, …)
und ich fühle mich … (überfordert, unterfordert, überflüssig, eingesperrt, isoliert, beunruhigt, sorgenvoll, …). ISSO.
Und zugleich stimmt auch:
Ich habe mehr Zeit für …
Ich habe für mich neu entdeckt …
Ich habe nach Langem wieder entdeckt: …
Ich genieße es, …
Endlich habe ich … getan. Das hatte ich schon lange vor.

Ich hoffe, Du konntest eine schöne Liste aufschreiben. Wie geht es Dir damit? Tut sie Dir gut?

Und nun noch eine zweite Übung, ein Selbststärkungsgedanke in Richtung Zukunft: Du möchtest doch sicherlich beim Rückblick sagen können, dass Du die Krise nicht nur irgendwie, mehr oder weniger jammernd und leidend, hinter Dich gebracht hast. Du möchtest bestimmt auch davon profitiert haben und stolz auf Dich sein, oder? Was  wirst Du also aus dieser merk-würdigen Zeit behalten? Welche neue Angewohnheit, welche wiederentdeckten Rituale?

Ein paar Beispiele dazu: Ich selbst nehme mir vor, weiterhin in unserem Bürogebäude nicht – nun ja, möglichst selten – den Aufzug zu benutzen und stattdessen zu Fuß in den fünften Stock und wieder herab zu steigen. Vorhaben, die mir andere erzählt haben: mit Familienmitgliedern auch in Zukunft Brettspiele spielen (“Quality Time”), Filmabende im “Pantoffelkino” (=Wohnzimmer), weiterhin mit Freund*innen ausführlich telefonieren statt nur zu whatsappen, etwas von der neu entdeckten Entschleunigung bewahren, öfter beruflich Videokonferenzen und Homeoffice-Tage machen und damit weniger Verkehr verursachen, rregelmäßig im eigenen Viertel spazierengehen, die neugewonnene Ordnung in der Wohnung und die dank Aussortieraktion geringere Anzahl an Kleidungsstücken und Schuhen beibehalten, sich zeit- und ortsunabhängige Online-Kurse zur persönlichen Weiterentwicklung zu gönnen etc. (Wenn Du im vorigen Satz auf den Link klickst, erfährst Du, was ich Dir dazu Tolles bieten kann. Ich nutze die Corona-Zeit übrigens, um mein Langzeitprojekt fertigzustellen – ein Vorteil, den ich aus abgesagten Terminen ziehe.)

Noch ein abschließender Impuls in dieser bewegt-bewegenden Zeit, in der wir kaum andere Menschen treffen dürfen, zur Selbstfürsorge: Gelingt es Dir, mit Dir selbst gute Zeiten zu verbringen? “Nice to meet me”? Tust Du Dir Gutes, bist Du nett zu Dir? Ganz im Sinne des ANNA-Wundersatzes: “Ich passe gut auf meine beste Freundin auf – mich selbst.” (Tipp: mit vielen weiterführenden Links beim Beitrag!)

Ich wünsche es Dir! In jeder Hinsicht alles Gute!

PS: Das Wandbild habe ich übrigens ganz in der Nähe unserer neuen Wohnung entdeckt, am Rande des Münchner Leonrodplatzes.

Und jetzt Du: Wie geht es Dir in dieser merk-würdigen Zeit? Was wirst Du daraus mitnehmen und behalten?

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