“Achtsamkeit im Alltag” ist ein Thema, das ich liebe! Damit können wir uns wunderbar und mit minimalem Aufwand in gute Gefühle bringen. Kurze, kleine Übungen, genau hinzuschauen, hinzuschmecken, hinzuriechen, hinzuhören, hinzuspüren baue ich in meine Blogbeiträge, Bücher, Selbststärkungsseminare und Coachings ein.

Vor dem großen Wort “Meditation” hatte ich allerdings lange eine Scheu. Ich verband damit, auf speziellen Kissen im Schneidersitz mit bestimmter Handstellung längere Zeit schweigend das Hirn möglichst zu leeren; das Ganze womöglich spirituell oder religiös verortet.

“Nein, ich meditiere nicht”, war daher meine Antwort auf die entsprechende Frage. Bis ich darauf gestoßen bin, dass auch meine kleinen Achtsamkeitsübungen sehr wohl eine Variante von Meditation sind! Aah, “Achtsamkeitsmeditation” heißt das! Na, dann meditiere ich wohl doch.

Darüber möchte ich gerne mehr erfahren und mehr dazu lernen. Daher habe ich vor Kurzem einen Vortrag besucht, in dem Anregungen gegeben wurden, wie man Meditation und Achtsamkeit mit systemischem Coaching kombinieren kann. Das hat mich sehr in meiner Art zu arbeiten bestätigt!

Einen tollen Hinweis aus dem Vortrag gebe ich hier gerne an Dich weiter: Die arteDokumentation “Die heilsame Kraft der Meditation”  zeigt u.a. auf, welche naturwissenschaftlich messbaren Veränderungen Meditation am Gehirn bewirkt; sehr hilfreich bei Depressionen und Angststörungen, aber natürlich auch für gesunde Menschen. Es konnte auch nachgewiesen werden, dass Meditation entzündungshemmend wirkt und die immunschwächende Wirkung des Stresshormons Cortisol reduziert! Darüber hinaus wird erforscht, dass und wie sich Meditationserfahrene von Schmerzen distanzieren können. (Ich hatte das bislang mit Atembeobachten geschafft. Das ist demnach auch Meditation.) Schier unfassbar: Sogar Vorgänge in unseren Zellen und in unseren DNA-Strängen können wir mental beeinflussen! Beeindruckende 52 Minuten.

Der Vortrag und das Video sind eine gute Vorbereitung für mein nächstes Projekt: Ich werde bald einen Kurs zum Thema “Achtsamkeitsmeditation” besuchen, angelehnt an das MBSR-Programm.

Was das ist? Hier die Wikipedia-Definition von MBSR:
“Die Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (Mindfulness-Based Stress Reduction – MBSR) ist ein von dem Molekularbiologen Jon Kabat-Zinn in den späten 1970er Jahren in den USA entwickeltes Programm zur Stressbewältigung durch gezielte Lenkung von Aufmerksamkeit und durch Entwicklung, Einübung und Stabilisierung erweiterter Achtsamkeit.” Über Jon Kabat-Zinn erfährst Du im arte-Video mehr.

Witzig, wie Unterbewusstsein und Bewusstsein zusammenwirken: Im Januar habe ich spontan in meine Jahrszielcollage das Bild einer mir ähnlich sehendenen meditierenden Frau inmitten eines üppigen Gartens geklebt. Erst danach habe ich mir überlegt, was das eigentlich mit mir zu tun habe. “Ich meditiere doch gar nicht …” (Siehe oben.) Und erst DAS hat mich auf die Idee gebracht, mich für diesen Achtsamkeitsmeditationskurs anzumelden! Hier der Bildausschnitt:

Jon Kabat-Zinn sagt am Ende der Dokumentation: “Viele Leute halten Meditation für ein magisches Rituatual, das das ein paar Spinner vollziehen, um ein kosmisches Bewusstsein zu erlangen. Aber es geht nicht darum, irgendwo anders zu sein, sondern genau da, wo wir sind. Wenn hier Magie im Spiel ist, dann liegt sie in uns selbst.
Und Prof. Richard Davidson schließt: “Wir haben die Vision, dass Meditieren irgendwann zum Alltag gehören wird wie Zähneputzen. Wir gehen achtsam mit unseren Zähnen um, indem wir sie täglich putzen und pflegen. Und genauso achtsam [with the same kind of respect] sollten wir mit unserer Seele und unserem Gehirn umgehen. ”

Das macht mich ganz schön neugierig! Ich bin sehr gespannt, was ich lernen werde und werde Dir nach dem Kurs berichten, was ich für das Seelenbalancieren daraus an Gewinn und neuen Erkenntnissen ziehen konnte.

 

Und jetzt Du: Welche Erfahrungen mit Meditation und Achtsamkeit hast Du?

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